ZUM GOLFEN IST EINE GOLFCLUB-MITGLIEDSCHAFT ERFORDERLICH

Zum Golfen brauchen Sie die Platzreife und eine Golfclub Mitgliedschaft. Das ist im deutschsprachigen Raum der Regelfall. Dazu ist entweder eine Vollmitgliedschaft oder eine Fernmitgliedschaft in einem offiziellen Golfclub notwendig, denn jeder Golfer braucht das Vorgabenstammblatt (Handicap Verwaltung). Ohne dem kann weder ein vorgabewirksames Turnier noch eine EDS Runde gespielt werden. Ein Vorgabenstammblatt darf nur ein offizieller Golfclub anlegen führen. Deshalb brauchen Sie eine Golfclub Mitgliedschaft.


FERNMITGLIEDSCHAFT ODER VOLLMITGLIEDSCHAFT?

Im Deutschen Golf Verband gibt es ca. 640.000 Mitglieder. Diese teilen sich fast zu 50% in Fernmitglieder, VcG- oder Zweitmitglieder, in den deutschen Golfclubs auf. 

Während die Zahl der Fernmitglieder ständig steigt, werden die Vollmitgliedschaften in den Golfclubsweniger. Der Grund dafür dürfte sein, dass sich der Golfsport insgesamt verjüngt. Ein neuer Golfer möchte möglichst viele Plätze spielen und bezahlt dafür überall Greenfee. Dazu braucht er nur eine Golfclub Mitgliedschaft für die Handicapverwaltung, die sein Vorgabenstammblatt führt. Ein volles Spielrecht auf dem Heimatplatz bringt diesem Spieler wenig Vorteile.

Spielt ein Fernmitglied zur günstigen Mitgliedsgebühr noch mit einem Gutscheinbuch, wie z. B. dem Golf Gutscheinbuch Deutschland (39,50 €), dem Leisure Break (69,50 €) oder dem Albrecht Gutscheinbuch (39,90 €), dann hat er bei vielen Golfclubs die 2 for1 Spielmöglichkeit. Hier bezahlt nur ein Spieler für die Runde, der Zweite spielt kostenlos oder dieser Golfer genießt Greenfee-Rabatt von bis zu 50%.

Warum das so ist, haben geschäftstüchtige Golfplatzbetreiber lägst erkannt, denn wenn 300.000 Golfer, ohne feste Clubbindung nur 10 mal gegen Greenfee spielen, dann ergibt das 3 Mio Spielrunden im Jahr.

3.000.000 geschätzte 18-Loch Spielrunden x durchscnittlich 40,- €uro Greenfee (mit einem Gutscheinbuch) ergibt einen Brutto-Umsatz von 120 Millionen Euro pro Jahr.

Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass Fernmitglieder auf sehr vielen Golfanlagen willkommene und gern gesehene Gäste sind. Wurde ein Fernmitglied vor 10 Jahren noch als „Billig-Golfer“ bezeichnet, ist heute der Sport ohne Fernmitglieder nicht mehr denkbar, denn fast die Hälfte der Golfplätze laufen nicht in der Gewinnzone einer Gewinn- und Verlustrechnung.
 

Im Gegensatz dazu beinhaltet eine Golfclub Vollmitgliedschaft im Regelfall ein volles Spielrecht auf dem Heimatplatz. Auf allen anderen Plätzen muss aber auch ein Vollmitglied Greenfee (Spielgebühr) bezahlen.
Der Vorteil einer Golfclub Vollmitgliedschaft besteht meist nur für langjährige Spieler, die auf dem Heimatplatz mindestens 50x im Jahr bespielen. Bei einem Vollmitgliedsbeitrag von jährlich 1.400 Euro ergibt das immerhin noch 28 Euro für eine 18-Loch Runde. 

 

ENTWICKLUNG DER FERNMITGLIEDSCHAFTEN BEIM DEUTSCHEN GOLF VERBAND

Die Fernmitgliedschaften steigen seit 2010 sehr stark an, während die sich die Anzahl der Vollmitgliedschaften in den Deutschen Golfclubs nicht wesentlich erhöht hat.
Fernmitgliedschaften liegen im Zeitgeist und sind mittlerweile salonfähig.
Meist sind Fernmitgliedschaften natürlich ein Rechenexempel. Trotzdem darf man dabei nicht übersehen, dass eine Golfclub Mitgliedskarte auch eine Visitenkarte ist, denn sie trägt Ihren Namen und den Namen des Golfclubs. Geben Sie dafür lieber ein paar Euro mehr aus und suchen Sie sich einen angesehenen Golfclub.

ALLE GOLFER BRAUCHEN DAS VORGABENSTAMMBLATT

Die Grundlage für den Golfsport ist das Vorgabestammblatt des einzelnen Spielers. Darauf wird das aktuelle Handicap geführt. Der erste Eintrag beginnt mit der Platzreife. Alle darauf folgenden Vermerke, ab Hcp-54 dokumentieren Ihre Spielstärke (Handicap) und können nur durch vorgabewirksame Turniere oder landesabhängig auch durch EDS-Runden verbessert werden. Jede Handicapverbesserung und an Hcp -22,5 auch jede Verschlechterung wird auf dem Vorgabestammblatt dokumentiert und ist z. B. die Grundlage bei einer Turnierteilnahme des einzelnen Golfers. Damit kann jeder Golfclub, der ein vorgabewirksames Turnier veranstaltet, die Golfclubmitgliedschaft und das Handicap des einzelnen Spielers in ganz Europa abrufen. Damit werden Sie bei einem vorgabewirksamen Turnier in die entsprechende Vorgabeklasse einteilen. Dazu kommt noch, dass auf sehr vielen frequentierten Plätzen Flights und die Startzeiten nach dem Handicap eingeteilt werden.

In Europa kann nur ein offizieller Golfclub Ihr Vorgabestammblatt anlegen und führen. Dazu kommt noch, dass ein Golfclub erst, nachdem das Vorgabenstammblatt angelegt wurde, beim Landes Golfverband (z. B. beim Deutschen Golf Verband) der offiziellen Golfclub Mitgliedsausweis bestellt werden kann. Dieser Ausweis ist der sogenannte “Führerschein” für Golf. Den Ausweis brauchen Sie im Regelfall auch vor einer Spielrunde, wenn Sie auf einem Golfplatz, im In- oder Ausland, gegen Greenfee, spielen möchten oder an einem Turnier oder den vorgabewirksamen EDS-Runden teilnehmen möchten.

WICHTIG

Die Platzreife dient also nur dazu, um bei einem Golfclub, bei dem Sie eine Mitgliedschaft beantragen, den Nachweis zu erbringen, dass Sie die erforderlichen Grundkenntnisse über den Golfsport besitzen. Wird Ihre Platzreife vom Golfclub akzeptiert, Sie als Mitglied aufgenommen und ist Ihr Vorgabestammblatt angelegt, dann stellt sich die Frage nach der Platzreife, im Regelfall, Ihr ganzes Golferleben nicht mehr, denn wenn Sie den Golfclub wechseln, dann wird von Club zu Club nur mehr Ihr Vorgabestammblatt weitergereicht.

Ist einmal ein Vorgabestammblatt für Sie angelegt, dann können Sie Ihre Platzreife nicht mehr verlieren. Auch Ihr Handicap in der Vorgabeklasse 5 und 6 (Hcp-26,5 bis Hcp-54) können Sie nicht mehr verschlechtern, egal wieviele vorgabewirksame Turniere oder EDS Runden Sie auch spielen.

GOLFPLÄTZE, ODER REDEN WIR MAL KLARTEXT

Es gibt elitäre Plätze, es gibt exklusive Plätze und es gibt familiäre Plätze.

➡️ Der elitäre Golfplatz wird meist von einigen Sponsoren betrieben, die deshalb auch das zu respektierende Hausrecht haben. Hier sollte man das Spiel auf Einladung betrachten, denn mann geht auch nicht in eine Villa, wenn man vom Besitzer nicht eingeladen ist. Von diesen namhaften Plätzen gibt es nicht viele.

➡️ Der exclusive Golfplatz ist schon öfter anzutreffen. Hier gelten meist auch noch Bekleidungsregeln. Für dies Golfanlagen brauchen Sie zwar keine Einladung, jedoch sollten Sie mit einem hohen Greenfee rechnen. Im Regelfall brauchen Sie eine Startzeit, die sie einige Tage im Voraus reservieren sollten.

➡️ Der familiäre Golfclub ist in Deutschland eigentlich am häufigsten anzutreffen. In Deutschland gibt es über 500 von diesen Anlagen. Auf einem 9 oder 18 Loch Platz, wirtschaftlich und gewinnorientiert betrieben, schätzt man jeden Gast, der eine Golfclub Mitgliedschaft hat. Welche ist vollkommen egal. Hier sind auch alle Gutscheinbücher willkommen. Startzeiten sind meist nur am Wochenende erforderlich.

Dazu sollten Sie noch wissen: Es gibt in Deutschland über 800 Golfanlagen. Das ist wie ein kleines Dorf mit 800 Einwohnern. Jeder kennt fast jeden.
Erwähnenswert ist dieser Punkt in jedem Fall, weil einige Golfclubs, den schwarzen Schafen gleichen, denn Sie treten im Internet über Kartenhändler mit wahrhaften Dumpingpreisen auf. Fernmitgliedschaften, die im Netz mit einem Jahresbeitrag unter 150 Euro angeboten werden, weisen öfter mal auf diese Golfplatzbetreiber hin. Mit diesem Golfclubausweis schinden Sie meist keinen guten Eindruck im Clubsekretariat, wo Sie das Greenfee bezahlen. Also, wundern Sie sich nicht, wenn Sie mit der Jeans in die Oper gehen und dann auch so behandelt werden. Auf den Golfplätzen ist es ähnlich. 

Im Golfsport gilt nach wie vor: Sage mir Deinen Golfclub und ich sage Dir, wer Du bist. Suchen Sie sich deshalb einen Golfclub, der einen guten Namen hat und bezahlen Sie deshalb für eine Fern-Mitgliedschaft lieber etwas mehr. Auf Dauer zahlt es sich aus, denn zwei Fragen werden Ihnen beim Golfen immer wieder gestellt:

Was ist Dein Handicap ?

Bei welchem Golfclub bist Du Mitglied ?

Diese Fragen sollte Sie nicht in Verlegenheit bringen.

DER HINTERGRUND DAFÜR IST

Ein Golfplatz wird in der Hauptsache über die Mitgliedsbeiträge, das Greenfee und die Golfturniere finanziert. Für die Pflege und Erhaltung eines 18 Loch Platzes benötigt man meist 4 Greenkeeper, 2 Sekretärinnen für die Büroarbeit, die Buchhaltung und die Handicapverwaltung. Ein teurer Maschinenpark muss bezahlt werden und das notwendige Geld für Platz-Reperaturen, Strom, Wasser und weitere Fixkosten zählt, muss vorhanden sein. Dazu kommt meist noch die Grundstückspacht und bei vielen Clubs noch die monatlichen Anuitätsraten für Kreditrückführungen bei der Bank.

Nicht zu vergessen, ist der Unterhalt des Clubhauses. Betrachtet man das Ergebnis unter dem Strich, dann sind ganz schnell mal um die 650.000 € Kosten im Jahr für die Golfanlage zu erwirtschaften. Viele Golfclubs tun sich damit wirklich hart.

Jetzt verstehen Sie vielleicht, warum einige „Billig Mitgliedschaften“ und Mitgliedschaften bei Golfclubs, die im Regelfall keinen Golfplatz betreiben, hierzulande nicht sonderlich beliebt sind. Wenn Golfer auf einem teuren gepflegten Fairway spielen möchten, dann sollten sie sich an den Grundkosten bei einem Golfplatz auch beteiligen, ist die mehrheitliche Meinung von Golfplatzbetreibern in Deutschland.

Eine exclusive Fernmitgliedschaft, bei einem renomierten Golfclub ist zum Einstieg in den Golfsport empfehlenswert. Diese Mitgliedschaft, bei einem Golfclub, der einen guten Namen hat und einen eigenen Platz betreibt, liegt in Deutschland bei ca 200,- bis 300,- Euro. Mit so einem Ausweis dürfen Sie fast überall Golf spielen und sind sind hierzulande auch ein wirklich beliebter Greenfee Spieler.