NEU: VORGABEKLASSE 6

DER VORTEIL DER NEUEN VORGABEKLASSE 6
 
Die neue Vorgabeklasse 6 (Hcp-37 bis Hcp-54) ersetzt ab Januar 2016 die ehemalige Clubvorgabeklasse von Hcp-37 bis Hcp-54. Es ist jetzt ein fester Bestandteil der neuen Golfregeln, die von 2016 bis 2020 verbindlich gelten.
 
Bisher gab es keine enheitliche Bestimmung des Handicap, das mit der Platzreife vergeben wurde. In Deutschland galt bisher das Handicap -54, wobei viele österreichische Golfschulen mit der Platzreife das Handicap -45 und die Schweiz sogar teilweise mit dem Handicap -36 großzügig war. Was gleichbedeutend aber in der Praxis hieß, wenn ein Schweizer Golfspieler nach der Platzreife und mit Hcp-36 in Deutschland ein vorgabewirksames Turnier spielte, hatte er gegenüber einem deutschen Golfer, den Nachteil von 18 Punkten.
 
Das soll mit der neuen Vorgabeklasse 6 nun einheitlich geregelt werden. Damit beginnen alle Golfer zukünftig und im Regelfall mit der Vorgabe von Hcp-54. Zielsetzung der neuen Regel ist, keinem Golfeinsteiger mehr Vor- oder Nachteile zu geben.
 
Diese Golfregel gilt für alle Landes Golfverbände, die Mitglied in der EGA (Europäische Golf Assotiation) sind, also einheitlich auch für den Deutschen-, Österreichischen- und die Schweizer Golfverbände.
 
Der Deutsche Golf Verband veröffentlicht dazu:
 
Das erste Handicap (in der Regel EGA-Vorgabe 54) muss ab 2016 tatsächlich mit der nötigen Stableford-Nettopunktzahl erspielt werden und wird nicht mehr automatisch mit Bestehen der Platzreifeprüfung vergeben. Mit Erreichen der Platzreife erhält der Spieler zukünftig den Eintrag „PR“ in seinem Stammblatt und auf dem DGV-Ausweis.
 
Warum?
 
Anfängern wurde bisher mit Erlangung der Platzreife in der Regel auch die Clubvorgabe 54 zuerkannt. Ab Januar 2016 wird die Vorgabenklasse 6, die bisher nur auf Clubebene und freiwillig durch Golfanlagen (als „Clubvorgaben“) geführt werden konnte, zu einer regulären Vorgabenklasse der EGA.
 
Mit dieser Änderung ist die Notwendigkeit verbunden, schon die höchst mögliche Vorgabe, die 54, regulär zu erspielen.
 
Wie funktioniert die Erlangung der ersten Vorgabe?
 
Mit der Änderung muss zur Erlangung der zukünftigen Vorgabe 54 ein Spielergebnis aus einer vorgabenwirksamen Runde mit 36 Stableford-Nettopunkten über 18 Löcher oder 18 Stableford-Nettopunkten über neun Löcher erreicht werden.
 
Zuvor erhalten Platzreife-Absolventen den Eintrag „PR“ in ihrem Stammblatt. Falls der Spieler mehr Punkte erreicht, so erhält er das entsprechend niedrigere Handicap. Sofern anlässlich der Platzreifeprüfung das geforderte Ergebnis erspielt wird, wird damit bereits ein erstes Handicap (54 oder besser) vergeben.
Quelle: Deutscher Golf Verband

Anmerkung: Der Einstieg in die Handicapklasse 6 ist im Regelfall nach der Platzreife nur durch ein vorgabewirksames Turnier oder durch eine EDS (Extra Day Score) möglich.

Bei der EDS-Runde ist folgendes zu beachten:

Ein Extra-Day-Score (EDS) ist ein vorgabenwirksames Stableford-Nettoergebnis über 9 oder 18 Löcher. Spieler der Vorgabenklassen 2 bis 6 (-4,5 bis -54) können beliebig viele EDS-Runden spielen. Damit eine EDS-Runde vorgabenwirksam wird, muss sie vor Antritt im Clubsekretariat registriert werden. Golfanlagen dürfen auch zukünftig den Zähler bestimmen oder einschränken (z.B. Höchstvorgabe). Ein Golfprofessional kann nicht als Zähler fungieren.
 
Die Beschränkung von EDS-Runden auf den Platz des Heimatclubs wird ab dem Jahr 2016 aufgehoben. EDS-Runden können künftig auf den Plätzen aller DGV-Mitglieder mit gültigem Course Rating gespielt werden, also auch auswärts. Dies gilt für Spieler der Vorgabenklassen 2 bis 6 (Hcp. 4,5 bis 54). Um auch Spielern der Vorgabenklasse 6 (Hcp. 37 bis 54) das Spielen dieser vorgabenwirksamen Privatrunden zu ermöglichen, können sie sich zukünftig gegenseitig zählen.