Problemschläge 

Schlechte Balllage 

In jedem Fall das Risiko vermeiden. Besser ein Strafschlag und droppen, als eine Regelverletzung im Hindernis. Beachte: Eventuell strafloser Drop laut Regeln oder Sonderplatzregeln. 

Bergauflage 

Nehmen Sie eine Schlägerlänge mehr, zum Beispiel anstatt Eisen 8 ein Eisen 7 und zielen Sie links vom Zielpunkt. Mehr Gewicht auf den Tal-Fuß. Wirbelsäule talwärts kippen, 90° zum Boden. 

Bergablage 

Nehmen Sie eine Schlägerlänge weniger, zum Beispiel anstatt Eisen 6 ein Eisen 7 und zielen Sie rechts vom Zielpunkt. Mehr Gewicht auf den Tal-Fuß. Wirbelsäule talwärts kippen, 90° zum Boden. 

Tiefes Rough 

Max. 9er Eisen und steiler Schwung. Der Durchschwung ist enorm wichtig. Beachte: Der Ball wird normal etwas nach links fliegen, weil das Gras das Schlägerblatt schließt. 

Erdmulde oder Vertiefung 

Ball mehr an den rechten Fuß. Steiler Auf- und Abschwung. Handgelenk fest und kein Löffeln. Beachte: Der steile Abschwung bringt Höhe. Der Ball kann sehr weit rollen. 

Keine Schlaglänge
Beim Rückschwung die Schultern mehr aufdrehen. Hüften beim Aufschwung einsetzen. Keine wilden Kraftschläge.

Gegenwind
Mindestens eine Schlägernummer weniger (z.B. anstatt einem 7er Eisen ein 6er Eisen). Breiter Stand und Schläger kurz fassen. Flacher 3/4-Schwung, der den Ball kontrolliert unter dem Wind hält. Beachte: Wenn der Ball zu hoch fliegt, dann nimmt ihn der Wind mit.

Gewollter Slice
Offener Stand und Ball mehr zum linken Fuß. Die Hände dabei am Griff mehr nach links drehen. Das Schlägerblatt leicht öffnen. Die linke Hand dominiert. Den Rückschwung eher nach außen halten.

Gewollter Hook
Geschlossener Stand und Ball mehr zur Mitte. Die Hände am Griff etwas nach rechts drehen und das Schlägerblatt leicht schließen. Flacher Schwung nach innen.

Chip
Flacher Schlag mit der „Putt-Technik“ bei dem der Ball nur kurz fliegt und weit rollt.

Pitch
Kurzer Schlag mit dem SW, PW oder Eisen 9, bei dem der Ball sehr hoch fliegt und fast nicht rollt.

Fahne steckt hinter dem Bunker
Risiko vermeiden. Schlag in Richtung Fahne nur, wenn Bunkerschlag kein Problem bedeutet. Sonst ungeschützte Greenfläche anspielen und langen Putt akzeptieren.

Schlag über Wasserhindernis
Nicht auf das Wasser schauen, sondern nur den Punkt fixieren, wo der Ball landen soll. Halten Sie sich unbedingt an die normale Schlagvorbereitung. Besser einen Probeschlag zuviel, als zu wenig.

Fairwaylängen / PAR
Herren
PAR 3 bis 229 Meter

PAR 4 230 Meter bis 430 Meter

PAR 5 über 431 Meter
Damen
PAR 3 bis 192 Meter

PAR 4 103 Meter bis 365 Meter

PAR 5 über 366 Meter

Schlechter Chip
Kurzer und nicht zu schneller Rückschwung. Handgelenk fest am Griff. Ball am rechten Fuß. Hände vor den Ball in Höhe linker Fuß. Zwei Drittel des Gewichtes auf den linken Fuß

Steiler Bunker
Schultern parallel zum Hang ausrichten und Schläger weit öffnen. Flacher Rückschwung und voll durchschwingen.

Ball steckt im Sand
Den Ball in die Mitte der Füße. Schlagfläche des Schlägerblattes leicht geschlossen. Kräftiger steiler Aufschwung und Abschwung knapp hinter dem Ball aufsetzen. Durchschwung so weit wie möglich.

Zurückfallen nach dem Schlag
Zuviel Gewicht bleibt beim Durchschwung auf dem rechten Fuß. Das Gewicht wurde nicht auf das rechte Bein verlagert. Der Körper kippt dadurch im Aufschwung nach links.

Vorfallen nach dem Schlag
Zuviel Gewicht auf den Zehen. Rückschwung zu stark nach innen hinter den Körper. Knie nicht genügend durchgebeugt. Zuviel Einsatz und Kraft auf der rechten Seite.

Fairwaybunker
Fester Stand und die Füße in den Sand eindrehen. Gewicht mehr auf den linken Fuß. Ball in die Mitte. Steiler 3/4 Schwung ohne viel Hüfteinsatz.

Explosionsschlag im Bunker
Der Stand und die Schlagfläche sind offen zur Ziellinie. Füße in den Sand eindrehen. Sicherer Stand. Ball am linken Fuß. 3/4-Schlag und ca. 5 Zentimeter hinter dem Ball einen Punkt anvisieren. Voll und kräftig durchschwingen.

Harter / nasser Sand im Bunker
Bei einer flachen Bunkerkante putten. Hohe Kante, Explosionsschlag durchführen. Beachte: Ein kräftiger Schlag und ein voller Durchschwung ist notwendig

Nasses Green
Die Putts brechen weniger und der Ball ist langsamer. Fester Griff und etwas kräftigerer Schwung.

Welliges Green
Entscheidend für einen guten Putt ist das richtige „Lesen“ des Greens. Den Punkt anvisieren, an dem der Putt brechen soll, nicht das Loch.

Lange PAR 3, 4 und 5
Keinen Druck beim Abschlag aufbauen. Auf Sicherheit spielen, nicht auf Länge. Das Loch mental auf Bogey aufbauen. Sicherheit bei der Annäherung im kurzen Spiel, damit zwei Putts ausreichend sind.

Flacher Ball gewünscht
Ball mehr zum rechten Fuß. Hände links halten. Schlagfläche leicht geschlossen halten. 3/4-Schwung mit festem Handgelenk. Gewicht links halten.

Hoher Ball gewünscht
Ball mehr zum linken Fuß. Schlägerblatt leicht öffnen. Hände auf Ballhöhe. Flacher und weiter Rückschwung. Der Körper bleibt hinter dem Ball.

Vorgabenklassen

Vorgabeklasse 1   bis -4,4 HCP
Vorgabeklasse 2   -4,5 bis -11,4 HCP
Vorgabeklasse 3   -11,5 bis -18,4 HCP
Vorgabeklasse 4   -18,5 bis -26,4 HCP
Vorgabeklasse 5   -26,5 bis -36 HCP
Vorgabeklasse 6   -36 bis -54 HCP
Anmerkung:
Das erste Handicap -54 muss nach der Platzreife mit der notwendigen Netto-Punktzahl erspielt werden. Das ist nur durch ein vorgabewirksames Stableford Turnier oder auch in Deutschland durch eine EDS Runde möglich.
Die Voraussetzung für eine deutsche EDS Runde ist eine Deutsche Golfcubmitgliedschaft