Gefahr durch Gewitter

Zuerst die dringende Warnung vor Gewittern. Unterschätzen Sie diese Naturgewalten nicht. Spätestens wenn Blitz und Donner zeitlich nicht mehr zu lange von einander entfernt sind, sollten Sie den Platz verlassen und Schutz aufsuchen. Der beste Weg ist zurück ins Clubhaus. Kalkulieren Sie diese Entfernung zeitlich von Loch zu Loch (und auf fremden Plätzen auch den richtigen Weg), wenn das Donnergrollen näher rückt. Warten Sie nicht zu lange mit dem Spielabbruch!

Sie sollten im Turnier Folgendes wissen:

1 Schuss bedeutet: Spiel unterbrechen
2 Schüsse bedeuten: weiterspielen
3 Schüsse bedeuten: Spiel abbrechen

Grundsätzlich sollten Sie sich nicht unter Bäume stellen, keine Fahnenstange mehr bedienen und das Bag stehen lassen.

Gefahr durch Zecken

Beim Golfen werden Sie immer wieder Berührung mit Sträuchern und Gestrüpp haben.

Erkundigen Sie sich in Ihrer Apotheke nach einer Zeckenlandkarte.

Befragen Sie Ihren Arzt nach einer Zeckenschutzimpfung vor Beginn der Golfsaison. Zeckenbisse können harmlos sein, aber auch schreckliche gesundheitliche Folgen haben. Hier ist Vorsorge besser als Nachsorge.

Laufen oder fahren

Zu Anfang des Kapitels möchte ich betonen, dass das Nachfolgende ausschließlich meine Meinung wiedergibt und ich hier heftigste Widersprüche bei manchen Golfern auslöse.

18 Löcher auf dem Golfplatz mit dem Golfcart fahren, oder die gleiche Wegstrecke mit Golfbag laufen ist für manchen Golfer keine Frage, denn Fitness und Disziplin gehören für viele genau so zum Sport wie der Ball (?). Eine 18-Loch-Runde bedeutet für einen Anfänger inklusive Ballsuche meist einen Fußmarsch von ca. 10 Kilometern mit 15 Kilogramm Gepäck. Dabei geht es teils über hügeliges Gelände, und rechnet man Probeschläge und Schläge dazu, kommt sogar noch ein zusätzlicher Energieaufwand von 120 Liegestützen dazu. Also, wer von uns ist so durchtrainiert, dass er sich nach zwei Drittel der Tour noch voll auf den Ball konzentrieren kann und am 18. Loch noch voller Elan den letzten Putt hineinschiebt? Ich nicht. Selbst nach zehn Jahren des Golfspiels, wo bedingt durch ein verbessertes Handicap bei der Ballsuche doch einiges an Wegstrecke eingespart wird.

Von meiner Tochter Christina werde ich deshalb noch bis zum elften Abschlag einigermaßen respektvoll mit "Papa" angesprochen, was sich danach mit entsprechender Betonung in ein "opa pa" umwandelt. Na ja, jedem das seine und der Jugend Respekt vor der Leistung. Aber muss diese auch noch ein Mensch in der zweiten Lebenshälfte auf dem Golfplatz unter Beweis stellen?

Ich bin der Meinung, dass die Körperertüchtigung, wie sie in unserer Zeit noch hieß, ins Fitnessstudio oder auf die langen Joggingwege gehört und mit Golf eigentlich weniger zu tun hat. Golf ist ein mentaler Sport, der Fitness und Energie im Kopf braucht. Wenn diese Energie von manchem Untrainierten bereits am zwölften Loch vergeudet wurde, dann braucht man sich nicht wundern, dass es nach dem Dreizehnten nicht mehr so gut läuft.

Fazit: Ich persönlich empfehle Ihnen einen fahrbaren Untersatz auf der 18-Loch-Runde. Zwei Vorteile haben Sie bestimmt, wenn Sie Fahren und Laufen miteinander vergleichen: Eine wunderschöne, nicht anstrengende Golfrunde, bei der Sie am 18. Loch bestimmt kräftiger lachen, als wenn Sie Ihr Golfbag bis hierher geschleppt hätten ...und keine Blasenbildung an den Füßen.

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