In Deutschland, Österreich, der Schweiz und wenigen anderen Ländern in Europa wird die Erlaubnis, auf einem Golfplatz zu spielen, vom Erwerb der Platzreife (PE), Platzerlaubnis oder Platzfreigabe abhängig gemacht, die in PE-Kursen erworben werden kann.
Bei diesem Anfängergolfkurs werden die Grundlagen des Spiels, die Regeln und die Golf-Etikette gelernt.
Wichtig zu wissen ist, dass die erworbene Platzreife im Regelfall nur für den jeweiligen Golfplatz und Golfclub gilt, in deren Golfschule die Platzreifeprüfung abgelegt wurde.
Jeder andere Golfclub kann, braucht aber diese Platzreife nicht anerkennen.
Der Deutsche Golf Verband in Wiesbaden versucht momentan sehr erfolgreich mit der DGV-Platzreife einheitliche Richtlinien in die Platzreifeausbildung und Prüfung zu bringen. Fast 600 von 770 Golfclubs in Deutschland haben sich der DGV-Platzreife mittlerweile angeschlossen und erkennen im Regelfall das Prüfungszertifikat mit der Clubvorgabe HCP-54 gegenseitig an.
liegt zwischen 300,- und 500,- Euro. Empfehlenswert sind Kompaktkurse. Eine Woche reicht im Regelfall für die Platzreife aus. Der Unterricht sollte aus ca. 20 Einheiten (je 30 Min.) Praxis und ca. 4 Einheiten Regel- und Etikette-Unterricht bestehen. Platzreifekurse, die am Wochenende durchgeführt werden, verlangen im Regelfall entsprechende Vorkenntnisse beim Golfeinsteiger.
dessen breite Basis die Höflichkeit und damit die Etikette ist. Weltweit gelten dafür die gleichen Regeln. Golf ist auch ein Spiegelbild des Lebens; jeder, der sich darin wohlfühlt und mit anderen Menschen höflich umgeht, der fühlt sich auch am Golfplatz sehr schnell zuhause. Jeder, der das nicht kann, wird den Geist des Golfsports nicht begreifen.
besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Die Praxis beinhaltet die Grundlagen für den richtigen Stand, den Griff und die Schlag- und Schwungtechnik. Dazu kommen im theoretischen Teil die wichtigsten Regeln und die zum Spiel notwendige Etikette.
Golfen dürfen Sie im Regelfall nach Ihrer Platzreife erst, wenn Ihnen ein Golfclub ihre Platzreife anerkennt, das Vorgabestammblatt anlegt und Ihnen den Mitgliedsausweis mit Ihrem Handicap ausstellt. Dazu müssen Sie Mitglied im Golfclub werden. Die jährlichen Kosten dafür sollten Sie vor Ihrer Platzreifeausbildung bedenken.
wenn eine seriöse Golfschule dahintersteht. Die Angebote beinhalten im Regelfall auch die Übernachtungen in verschiedenen Hotelkategorien, Leihschläger und einige sogar eine Golfclub-Mitgliedschaft für das Kalenderjahr nach der erfolgreich abgelegten Platzreifeprüfung. Meist sind diese Kompaktangebote sehr preisgünstig. Buchen Sie einen Feriengolfkurs nur bei einer namhaften Golfschule, denn zu oft kann hier "Billiges" von manchem Reiseveranstalter oder einem günstigen Hotel sehr schnell teuer werden.
Erkundigen Sie sich telefonisch im Clubsekretariat des Platzues auf dem Sie spielen möchten oder schauen Sie ins Internet, ob eine Handicapbeschränkung gilt. Oft wird in Europa auch verlangt, dass der Landes Golf Verband, über den Ihre Mitgliedskarte ausgestellt wurde und der damit Ihr Vorgabestammblatt führt "Member in the European Golf Association" ist. Auf einigen Plätzen in Portugal, Spanien, England usw. wird sogar das HCP-28, womit die internationale Zählweise erst beginnt, als Spielvorgabe verlangt.
wenn Sie in der Vorgabeklasse 5 mit der Clubvorgabe HCP-37 bis HCP-54 spielen, dann lassen Sie sich vom Reiseveranstalter schriftlich bestätigen, dass Sie am Zielort und Platz auch mit Ihrem Handicap Golf spielen dürfen, denn zu viele Urlauber vor ihnen haben in dieser Handicap-Vorgabenklasse ihr Golfbag unbenutzt wieder aus dem Urlaub mit nach Hause gebracht.
Die Frage manches Anfängers ist, ob es nur Schikane ist, weil die Beiträge in einem anderen Club bezahlt werden?
Nein, bestimmt nicht. Zu viele Golfclubs, speziell in Urlaubsdestinationen, sind finanziell auf die Greenfeespieler angewiesen.
Ein Widerspruch, nein und gerade deshalb nicht, weil man in vielen Regionen das Tagesgeschäft braucht, was wiederum heißt, dass man schnelle Spieler braucht, um jeden Tag möglichst viele über den Platz zu bringen. Und genauso verhält es sich meist bei uns, wenn von Freitag bis Sonntag, unsere Plätze überfüllt sind.
Nein, der Club hätte im Regelfall auch dieses Geld gerne in der Kasse, aber der Golfeinsteiger ist im Regelfall zu langsam auf dem Platz, wendet die Regeln zu wenig an, was das Spiel wiederum gewaltig verzögert und achtet meist auch zu wenig auf die Etikette, wenn er in Zeitdruck kommt.
Damit blockiert er den Platz. Hinter ihm beginnt es sich zu stauen. Betrachten Sie nun den Golfplatz als einen einspurigen großen Kreisverkehr und lassen Sie darauf nur ein einziges Auto langsamer fahren oder gar stehenbleiben. Das Chaos bricht aus - hinter diesem Fahrzeug beginnt der Stau. Am Golfplatz ist es nicht anders.
Ein Anfänger schlägt im Regelfall seinen Ball nicht kerzengerade und keine 150 Meter ab. Er neigt eher dazu, den Golfball mit dem Driver nach 120 Meter ins Rough zu schießen.
Würde er jetzt sofort mit dem 7er Eisen einen provisorischen Ball nachschießen, der nach 90 Meter auf dem Fairway landet und den ersten Ball mit nur einem Strafschlag weiterspielen, dann wäre er auch sehr schnell am Green. Dieser Spieler bräuchte kein HCP-36, denn er wäre auch mit der Platzreife schnell genug für den Golfclub.
Leider ist in der Praxis immer wieder das Gegenteil zu beobachten: Dem verschossenem Ball wird im Regelfall nachgelaufen, weil dieser ja laut Regeln 5 Minuten gesucht werden darf. Und damit ist die ganze Vierer Gruppe Golfanfänger im kniehohen Gras. Wenn dann der Ball wirklich gefunden wird, hätte zwar ein Profi echte Schwierigkeiten den da herauszuschlagen aber Herr Neugolfer probiert es. Beim ersten Schlag oben drüber, beim zweiten Schlag zu fest beim dritten getroffen - aber noch weiter ins Rough, und dann kommt noch der Heldenschlag...
Zeit: 7:23 Minuten, und das nur für den Ball, der ins Spiel gebracht werden sollte. Wundert Sie jetzt noch was?
Und es kommt noch schärfer, denn es ist ja auch noch die spannende Ballsuche und das noch viel schönere Ballfischen angesagt. Diese Beschäftigung ist natürlich die spannendste am Platz überhaupt, denn da kommen die richtigen Erfolgserlebnisse auf. Ergebnis: 8 : 4 gespielt, heißt nach 18 Loch nichts anderes, wie 8 Bälle gefunden und nur 4 Stück verschossen.
Was dabei hinter einem passiert, vor allem dadurch, dass man im Eifer auch noch das "Durchspielen lassen" vergisst, ist leicht vorstellbar. Beim Starter am ersten Loch wird die Würstelbude vergrößert. Der Andrang ist so groß, denn auf den Platz kann heute fast niemand mehr hinaus. Es ist Stau angesagt.

Der Vorteil einer deutschen Golfschule ist zweifellos die Sprache und die Erfahrung der Golflehrer, die dieses System seit Jahrzehnten bei Golfanfängern unterrichten.
In Ländern, wie den USA, Kanada, England oder auch Schweden, wo Golf ein Volkssport ist, und die Kinder mit den Golfregeln aufwachsen, bedarf es keiner besonderen Ausbildung oder Prüfung für diesen Sport.
| Beispiele: Anteil der Golfer an der Gesamtbevölkerung | ||
| Kanada | 17,4% Golfer | (30 Mio) |
| USA | 10,3% Golfer | (265 Mio) |
| Irland | 10,0% Golfer | (4 Mio) |
| England | 5,3% Golfer | (50 Mio) |
| Schweden | 7,2% Golfer | (8 Mio) |
| Österreich* | 1,0% Golfer | (8 Mio) |
| Schweiz* | 0,8% Golfer | (8 Mio) |
| Deutschland* | 0,6% Golfer | (82 Mio) |
| * Länder mit Platzreife | ||
Golf ist ein gefährlicher Sport, der klare Regeln und seine eigene Etikette verlangt. Allein schon in einer falschen Warteposition, z. B. in der Fluglinie des abgeschlagenen Balles, kann für einen Mitspieler eine tödliche Gefahr entstehen.
Deshalb ist eine entsprechende Einweisung in diese Sportart notwendig. Der Lehrgang dafür wird im deutschsprachigen Raum mit Platzreife oder Platzfreigabe bezeichnet und endet im Regelfall mit einem Abschlusstest, bzw. mit der Platzreifeprüfung.
und zwar einen, den Sie auch verstehen. Es nützt nur wenig, wenn Sie Ihre ersten Schwünge bei einem Spitzenpro machen, dessen Sprache Sie nicht verstehen. Gerade beim hochkomplexen Golfschwung sollten Sie sich auf den Bewegungsablauf konzentrieren und nicht noch zusätzlich einen genuschelten schottischen Dialekt übersetzen müssen.
Die Sprache ist wichtig.
es sei denn, Sie sind ein professionelles Multisprachtalent. Zu viele vor Ihnen haben die ersten Trainerstunden beim englischen Pro, der in seinen fünfundzwanzig Jahren Deutschland-Aufenthalt nicht bereit war unsere Sprache zu lernen, teuer bezahlt und dabei weder seinen schottischen Dialekt noch Golf gelernt.
ansonsten ist diese Prüfung wertlos. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wenn Sie sichergehen möchten, dass Ihre Platzreifeprüfung anerkannt wird.
1. In Ihrem Platzreifekurs ist die Mitgliedschaft in dem Golfclub enthalten, der auch die Golfschule betreibt oder beaufsichtigt. Das ist im Regelfall eine Garantie.
2. Sie wählen eine Golfschule, die die DGV-Platzreife durchführt.
Anmerkung: Die DGV-Platzreife ist noch nicht von allen Deutschen Golfclubs anerkannt.
Richtig: Wenn Sie glauben, einen Ball im Wasser versenkt zu haben und sich unsicher sind, ob er vielleicht doch noch heraußen liegt, dann spielen Sie einen provisorischen Ball nach.
Anschließend gehen Sie zum Wasserhindernis und beginnen kurz mit der Ballsuche.
Verhalten Sie sich genauso, wenn Sie einen Ball ins Rough
verschossen haben.
Falsch:
Zuerst den Ball spielen, dann hingehen um ihn zu suchen und wenn Sie ihn nicht finden, wieder zu dem Platz zurückgehen,
von wo Sie den Ball zum letzten Mal geschlagen haben.
Richtig:
Spielen Sie einen provisorischen Ball nach. Suchen Sie den
Ball nur kurz und spielen Sie den provisorischen weiter.
Verwenden Sie ein Eisen kürzer. Spielen Sie vorsichtig.
Richtig:
Vermeiden Sie in jedem Fall die Ballsuche
Richtig:
Wenden Sie die Golfregeln an. Es sind Ihre Freunde im Spiel.
Ein kleines Nachschlagwerk der wichtigsten Golfregeln gehört
in jedes Golfbag.
Kostenlos im Internet erhältlich:
"Golfregeln in Kürze"
www.first-class-golf.com
Richtig:
Erklären Sie im Zweifelsfall den Ball als unspielbar.
Richtig:
Lassen Sie schnellere Spieler immer durchspielen.
Richtig:
Betrachten Sie den Golfplatz als Einbahnstrasse.
Gehen Sie nie zurück. Stellen Sie Ihr Golfbag, Trolley oder
E-Cart immer in Richtung des nächsten Schlages oder neben
dem Green auf dem kürzesten Weg zum nächsten Abschlag ab.